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Schloss Gottorf

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Wikinger, Goldschätze und Moorleichen – Zeitreise im Schloss Gottorf
Ein Besuch im Schloss Gottorf gehörte für viele Schülerinnen und Schüler in Schleswig-Holstein lange Zeit zu den festen Klassenausflügen. Und auch heute lohnt sich ein Besuch mehr denn je: Die imposante Schlossanlage in Schleswig ist nicht nur die größte Schlossanlage des Bundeslandes, sondern auch Sitz von gleich zwei bedeutenden Landesmuseen.

Seit 1544 diente Schloss Gottorf als Hauptresidenz der Herzöge von Schleswig-Holstein-Gottorf. Heute beherbergt es das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte sowie das Archäologische Landesmuseum – und lädt zu einer faszinierenden Reise durch mehr als 120.000 Jahre Geschichte ein.

Ab in die Vergangenheit – ganz ohne Zeitmaschine
Von der Steinzeit über die Wikingerzeit bis hin zur modernen Kunst: Im Schloss Gottorf ist eine Zeitreise ohne DeLorean problemlos möglich. Besucherinnen und Besucher durchstreifen zu Fuß Epochen vom Mittelalter bis in die Gegenwart – vorbei an Goldschätzen, alten Schiffen, Moorleichen und einzigartigen Kunstwerken.

Kunst- und Kulturgeschichte unter einem Dach
Der Rundgang beginnt meist im Museum für Kunst und Kulturgeschichte. Hier erwarten die Gäste Gemälde, Skulpturen und kunsthistorische Highlights aus vielen Jahrhunderten. Besonders beeindruckend ist die Gutenberg-Bibel von 1452/54, eines der wertvollsten Druckwerke der Welt.

Die Sammlung reicht von kirchlicher Kunst des Mittelalters über Kunsthandwerk und Volkskunst bis hin zu Rokoko, Jugendstil, deutschem Expressionismus und zeitgenössischer Kunst. Ergänzt wird die Ausstellung durch zahlreiche Alltagsgegenstände, die zeigen, wie Menschen vom Mittelalter bis zur Moderne lebten.

Wikinger, Goldschätze und Moorleichen
Im Archäologischen Landesmuseum, untergebracht im zweiten und dritten Obergeschoss, geht es noch weiter zurück in der Zeit. Hier werden Exponate aus der Stein-, Bronze- und Eisenzeit gezeigt – darunter uralte Jagdwaffen, Werkzeuge und beeindruckende Goldfunde.

Ein besonderes Highlight ist die berühmte Moorleichen-Ausstellung. Anhand von Grabfunden und konservierten Körpern wird eindrucksvoll das Leben der Menschen vor über 1.800 Jahren dargestellt – spannend, informativ und ein wenig geheimnisvoll.

Das Nydam-Schiff – ein germanisches Meisterwerk
Ebenfalls auf dem Schlossgelände befindet sich die Halle mit dem Nydam-Schiff. Das rund 1.700 Jahre alte Ruderboot aus der Zeit der Germanen ist 22 Meter lang und wurde 1863 im Nydamer Moor nördlich von Flensburg entdeckt. Neben dem Schiff sind Waffen, Ausrüstung und Alltagsgegenstände aus dem 3. und 4. Jahrhundert zu sehen – ein Muss für alle Fans von Wikingern und Frühgeschichte.

Zu den Highlights zählen unter anderem:

  • die Schlosskapelle
  • die Gotische Halle
  • die Moorleichen
  • die Gutenberg-Bibel
  • das Nydam-Schiff
  • der Barockgarten mit dem berühmten Riesenglobus

Tipp: Barockgarten und Globushaus
Unbedingt empfehlenswert ist ein Spaziergang durch den Barockgarten nördlich des Schlosses. Die Anlage ist im Stil barocker Terrassengärten gestaltet und bietet einen wunderbaren Blick auf das Schloss. Besonders sehenswert ist das Globushaus mit dem begehbaren Riesenglobus – ein Nachbau jenes einzigartigen Instruments, das Herzog Friedrich III. im 17. Jahrhundert in Auftrag gegeben hatte.

Adresse:
Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
Schloss Gottorf
Schlossinsel 1, 24837 Schleswig
Tel.: 04621 / 813-222
www.schloss-gottorf.de

Hinweise:
Informationen zu Eintrittspreisen, Öffnungszeiten und aktuellen Ausstellungen (Globushaus und Galerie der klassischen Moderne öffnen ab April) gibt es telefonisch oder online.
Parkplätze befinden sich direkt am Schloss.